„Wir decken die Themen ab, die die Menschen bewegen“

Aktuelles | 2. Juli 2017

FDP Kurpfalz stellt Bundestagskandidaten vor

Strahlender Sonnenschein und heißes Wetter hält normalerweise die Menschen davon ab, politische Veranstaltungen zu besuchen. Anders nun bei der FDP Kurpfalz. Bezirkschef Dietrich Herold und der Schriesheimer FDP-Chef Ingo Kuntermann freuten sich, im Hotel „Neues Ludwigstal“ knapp 50 Anwesende zu begrüßen, die sich über die Ziele der FDP-Bundestagskandidaten informieren wollten.

„Wir sind personell gut aufgestellt“, stellte Herold fest, „wir decken alle Politikfelder und Themen ab, die die Menschen in unserem Land bewegen.“ Das sahen auch die Anwesenden so, die nach jeder Vorstellung zahlreiche Fragen stellten und interessiert mit den Kandidaten diskutierten.

Die Vorstellungsrunde eröffnete der 31-jährige Spitzenkandidat der FDP Kurpfalz, Dr. Jens Brandenburg (WK Rhein-Neckar). Der frühere Juli-Landesvorsitzende und heutige Unternehmensberater stellte die Themen Bürgerrechte und Soziale Marktwirtschaft in den Vordergrund. Er warnte vor „erheblichen Einschränkungen der bürgerlichen Freiheiten der Mittelschicht“ durch die kürzlich verabschiedeten Gesetze zum „Staatstrojaner“ und zu „Facebook“. Brandenburg forderte eine Zurückführung der „ausufernden Bürokratie“, die insbesondere „diejenigen, die zu Hause Angehörige pflegen, und den Mittelstand“ belaste.

Ein Thema, das der seit 15 Jahren selbständige 42-jährige Gastronom und Mannheimer Kandidat Florian Kußmann gerne aufnahm. Er mahnte eine Reform des Steuersystems an. Auch wenn deren Umsetzung 2009-13 nicht geklappt habe, sei die FDP die einzige Partei, der man zutrauen dürfe, dies auch in der Zukunft zu verwirklichen, so Kußmann. Er plädierte ferner für ein „vernünftiges Einwanderungsgesetz“, so dass auf „rechtsstaatlicher Grundlage ausgewählt“ werden könne, „wer ins Land kommen soll, und wen wir nicht hier haben möchten.“

Die 29-jährige Rechtspflegerin Carina Schmidt (WK Odenwald-Tauber) erkor die Frage „Wie reicht die Rente fürs Leben“ zu ihrem zentralen Wahlkampfthema und möchte aber auch die Innere Sicherheit stärken. Sie sah die liberale Demokratie durch Extremisten aller Ideologien in Gefahr. Nur ein Staat, der sich „zuerst auf seine Kernaufgaben“ konzentriere, sei und bleibe auch stark.

Der Schwetzinger Kandidat, der 52 Jahre alte Konrektor aus Dossenheim, Hendrik Tzschaschel legte sein Augenmerk darauf, dass die FDP „klar proeuropäisch“ verortet und „nicht populistisch“ orientiert sei. Zudem warb er für „mehr Eigenverantwortung der Schulen“, um „durch Wettbewerb die beste Bildung für alle zu ermöglichen“. Tzschaschel hob auch hervor, dass „die Energieversorgung sicher und bezahlbar bleiben“ müsse, denn „unser Land“ sei „ein herausragender Industriestandort“ und solle „dies auch bleiben.“